Immobilien-Kauf ist ein komplizierter Vorgang
Beim Immobilien-Kauf sollten Erwerber vorsichtig und sorgfältig vorgehen, damit kein Kauf mit Reue zustande kommt. Professionelle Hilfe eines Architekten oder Maklers zahlt sich für den Erwerber meist aus.
Ausgangspunkt der internationalen Finanzkrise waren u.a Immobiliengeschäfte in den USA. Allein dieser Umstand verdeutlicht, wie kompliziert der wirtschaftliche Umgang mit Immobilien ist. Immobilien-Kauf ist für den privaten Erwerber ein Grundbedürfnis. Allerdings müssen einige Grundsätze beachtet werden, damit das Immobilieneigentum Freude bringt und nicht in die finanzielle Katastrophe führt.
Wenn der Wunsch besteht, in den eigenen vier Wänden zu wohnen, dann muss zunächst geprüft werden, wie viel Immobilie man sich überhaupt leisten kann. Finanzierungsrechner werden im Internet von zahlreichen Banken zur Verfügung gestellt. Hier sind Rubriken vorgesehen, in die man sein Eigenkapital, seine laufenden Einnahmen, Vermögen und seine laufenden Kosten eingeben kann. Aus diesen Angaben errechnet ein Programm die Obergrenze, bis zu der die Bank bereit wäre, eine Immobilie zu finanzieren. Wer vernünftig ist, sollte sich an dieser Obergrenze nicht orientieren, sondern immer daran denken, dass sich persönliche Lebensverhältnisse ändern können. Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit oder Trennung vom Partner sind die Hauptursachen dafür, dass es zuweilen mit der Bezahlung der Hypotheken hapert. Diese dauert sehr lange: Wer bei der Tilgung jährlich 1 % ansetzt, muss um die 30 Jahre Rückzahlungen an die Bank leisten. Bei der Laufzeit der Finanzierung sollte man darauf achten, dass man immer auf der sicheren Seite ist. Was nutzt die Realisierung des Traums vom Eigenheim, wenn eine fünfjährige Finanzierung nach dieser Frist erneuert werden muss und zwischenzeitlich die Zinsen um einige Prozente gestiegen sind? Dann kann es eng werden.
Steht ein Immobilien-Kauf an, sollte man sich immer von zwei von einander unabhängigen Banken oder Sparkassen eine persönliche Finanzierung darstellen lassen. Wichtig ist aber auch, dass die Wunschimmobilie ihren Preis wert ist. Bei Bestandsimmobilien sollte der Käufer grundsätzlich einen Fachmann hinzuziehen, der über die Bauqualität und gegebenenfalls anstehende Sanierungen Auskunft geben kann. Bei Neubauimmobilien sollte ein Vertrauter die Bestimmungen des Kaufvertrages unabhängig vom Notar prüfen. Allerdings ist der Notar auch zu objektiver Auskunft verpflichtet. Was man vor einer Beurkundung des Kaufvertrages nicht verstanden hat, sollte man nicht unterschreiben. Untersützung beim Kaufablauf wird gegen ein moderates Honorar von Bausachverständigen, Architekten und Maklern angeboten.