Die Grafikdesigner Ausbildung für kreative Köpfe

Grafikdesign ist immer noch ein sehr häufiger Berufswunsch. Doch wie läuft die Ausbildung überhaupt ab, wo kann man sie absolvieren, und was für berufliche Perspektiven hat ein/e Grafikdesigner/in?

Eine Grafikdesigner Ausbildung kann man über ein Studium absolvieren, wobei dieses Studium verschiedenen Schwerpunkten unterliegt. Da gibt es den Bereich des Computerdesigns, die Werbegrafik, die Illustration, CAD (Computer Aided Design), DTP (Desktop Publishing) und die audiovisuellen Medien (AV-Medien). Die Ausbildung ist aber auch über eine Berufsfachschule möglich. Sie endet nach zwei Jahren mit dem Abschluss zum staatlich geprüften Designer. Der Lehrstoff umfasst, neben allgemeinen Schulfächern wie z. B. Deutsch und Sozialkunde, die speziellen Fächer für die Ausbildung zum Grafikdesigner. Dazu zählt auch ein Naturstudium, das freie Zeichnen, Aktzeichnen, figürliches Zeichnen, Schrift- und Druckgrafik, Kunstgeschichte, Layout und Typografie, Werbelehre und Englisch.

Zusätzlich ist die Absolvierung eines vierwöchigen Praktikums ein Teil dieses Bildungsgangs. Für dieses Praktikum stehen Verlage, Werbeagenturen, PR-Agenturen, Druckereien oder auch Handelsfirmen bereit.

Ein angehender Grafikdesigner hat meistens bereits während des Studiums oder der Ausbildung gute Möglichkeiten praktisch zu arbeiten, und sich so das erste Geld mit seinem späteren Beruf bereits nebenbei zu verdienen. Vieles geht in dieser Branche über eine freie Mitarbeit. Die Werbeabteilungen etlicher Unternehmen, oder auch die vielen kleinen Werbeagenturen benötigen sehr oft solche Freelancer. Auf diesem Wege können fundierte praktische Erfahrungen das im Studium bereits theoretisch erworbene Wissen abrunden. Erste Kontakte und vielleicht auch schon erste zufriedene Kunden machen den späteren Einstieg ins Berufsleben, und möglicherweise sogar den Schritt in die Selbständigkeit mit einer eigenen, kleinen Werbeagentur wesentlich leichter. Hier ist der Designer oftmals auch gleich sein eigener Texter, zumindest wenn er es vermeiden will, für den Textgestaltungsbereich sofort Personal einzustellen.

Doch auch wenn sich viele Dinge in einer Ausbildung erlernen lassen, muss der angehende Grafikdesigner einige Grundvoraussetzungen mitbringen. Er sollte über ein hohes Maß an Flexibilität, Geschicklichkeit, Kreativität und Ideenreichtum verfügen, bereit sein Neues auszuprobieren, Freude am Experimentieren mit technischen Hilfsmitteln haben und über eine angeborene Motivationsgabe verfügen, denn schließlich gilt es, Kunden und Geschäftspartner ständig von den eigenen Ideen und Vorstellungen zu überzeugen. Künstlerisches Denken alleine hilft nicht, denn letztendlich muss der Kunde zufrieden sein. Somit ist der Grafikdesigner gefordert, seine Kreativität mit den Wünschen seiner Kunden in Einklang zu bringen. Eine Ausbildung als Grafikdesigner ist also bestimmt nicht geeignet für Menschen, die einfach nur gut malen oder zeichnen können. Es gehört schon eine anständige Portion wirtschaftliches und kundenorientiertes Denken dazu, und die Bereitschaft, ständig neue Wege zu gehen.