Daddario Saiten: Gitarrensaiten für jede Tonart

Gitarrensaiten gibt es in verschiedenen Variationen. Neben der Stärke der Saiten sind es vor allem die Unterschiede der verarbeiteten Materialien, die sich beim Klang bemerkbar machen.

Wurden Gitarren und Lauten in der Vergangenheit vornehmlich mit Saiten aus Tierdarm bespannt, kommen heutzutage modernere Werkstoffe zum Einsatz. So fertigen Hersteller wie Daddario Saiten aus Karbon, Nylon und Stahl an. Die Klangeigenschaften der verschiedenen Materialien unterscheiden sich stark voneinander.

Die klassische Konzertgitarre wird zumeist mit Nylon besaitet. Immer häufiger kommt auch Polyvinylidenfluorid zum Einsatz. Dieser Kunststoff besitzt eine wesentlich höhere Dichte als Nylon. Er ermöglicht so die Herstellung dünnerer Saiten, wobei die Tonhöhe gleichbleibt – dieser Effekt wird von vielen Musikern geschätzt, ihres Erachtens nach sorgt er für einen „frischeren“ Klang und mehr Flexibilität beim Spielen.

Die sogenannte Westerngitarre hingegen wird mit Stahlsaiten bezogen. Materialbedingt entstehen hier wesentlich stärkere Zugkräfte, die durch einen in den Gitarrenhals eingearbeiteten Metallbalken ausgeglichen werden. Das Instrument ist größer als die klassische Konzertvariante, der Klang ist deutlich heller. Diese Eigenschaft kann durch Zuhilfenahme eines Plektrums noch verstärkt werden. Auch zur Besaitung von E-Gitarren wird ausschließlich Stahl benutzt. Das Tonsignal wird hier elektromagnetisch abgenommen. Dies wird durch Dauermagnete ermöglicht, die unter den Saiten montiert sind. Durch die beim Zupfen entstehende Schwingung wird das Magnetfeld gestört. Das daraus resultierende Signal ist schwach und muss daher einem Verstärker zugeführt werden – so entsteht der charakteristische Klang der E-Gitarre.

Die Gitarrensaiten sollten nach etwa 40 Spielstunden ausgewechselt werden, um ein Reißen zu vermeiden. Beeinträchtigungen des Klangbildes können auch einen früheren Austausch notwendig machen. Um ein Neujustieren der Halsspannung zu vermeiden, sollte auf die Saitenstärke zurückgegriffen werden, die auch vorher benutzt wurde. Überstehende Enden können nach der Bespannung mit einem Saitenschneider abgetrennt werden.