Zuschuss zur Solaranlage sinkt: Lohnt sie sich dennoch?
Die staatlichen Zuschüssen für die Neubauten von Solaranlagen werden innerhalb der nächsten Jahre langsam zurückgefahren. Da aber gleichzeitig die Preise steigen, kann eine Anschaffung noch sinnvoll sein.
Der Zuschuss zur Solaranlage wurde von der Regierung eingeführt, um die Forschung an dieser regenerativen Energiequelle zu fördern und damit die Preise für eine Anschaffung zu senken. Wer in den ersten Monaten der Förderung eine neue Anlage bauen ließ, erhielt sehr günstige Kredite, einen Zuschuss auf die Baukosten sowie sehr günstige Vertragsbedingungen bei den Stromkonzernen. Der von der Solaranlage produzierte Strom muss von den Stromkonzernen zu einem vom Staat festgelegten Preis gekauft werden, die Konzerne dürfen die geförderten Solaranlagen auch bei einem Überangebot nicht vom Stromnetz trennen. So kann der Besitzer der Anlage mit einem Blick auf das Wetter feststellen, wie viel er gerade einnimmt. Der Strom, den er selbst verbraucht, kauft er von den Stromkonzernen zu den üblichen günstigeren Preisen zurück.
Die Förderung wurde so gut angenommen, dass das Ziel erreicht wurde. Die Preise für die Anlagen fielen, weil die Produktion in größeren Mengen billiger wurde. Die Fördermenge wurde daher vom Staat zurückgefahren, um eine ungerechtfertigte Bevorzugung der Solarenergie zu vermeiden. Doch vorbei ist die Zeit der Förderung noch nicht. Inzwischen hat der Besitzer einer Solaranlage zwar keinen Anspruch mehr auf eine Abnahme durch den Stromkonzern, dafür erhält er einen Zuschuss für die selbst verbrauchte Strommenge, die er mit seiner eigenen Anlage produziert hat. Auch die Solarwärmeanlagen, die keinen Strom produzieren, sondern Wasser erwärmen, werden gefördert.
Die sinkenden Fördermengen sind irrelevant für diejenigen, die bereits eine Anlage haben. Die Bedingungen zur Zeit des Baus bleiben über die vereinbarte Zeit hinweg bestehen.